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Währung und Enrichment
Nach der Extraktion wird der Beleg fachlich angereichert. Ziel ist, dass für die ERP-Anlage möglichst viele Felder bereits belastbar vorliegen (Lieferant, Positionen, Kostenstellen, Währungsbezug).
Ziel des Schritts
Aus Extraktionsdaten einen belastbaren Buchungsvorschlag erzeugen.
Währungsbehandlung
Bei Fremdwährungen bestimmt invoice den passenden EZB-Kurs über den EcbService.
Quelle für den Tageskurs: EZB Referenzkurse (eurofxref-daily.xml).
- Kurse werden aus einem S3-basierten Cache geladen.
- Bei fehlendem Tageskurs (z. B. Wochenende/Feiertag) wird auf den letzten verfügbaren Kurs innerhalb eines Rückblickfensters ausgewichen.
- Der gefundene Kurs wird am Beleg als
CurrencyRategespeichert und später für Schwellwert-/Validierungslogik genutzt.
Wenn kein Kurs ermittelt werden kann, läuft die Verarbeitung weiter. Die Unsicherheit wird markiert.
Vendor- und Positions-Enrichment
Der Schritt besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen: zuerst Lieferant, dann Positionen.
Vendor Lookup (Lieferant)
Wenn in der Extraktion keine verlässliche VendorNo enthalten ist, startet invoice einen semantischen Abgleich gegen ERP-Stammdaten.
Verglichen werden insbesondere:
- Lieferantenname,
- Anschrift,
- USt-IdNr.
Ergebnislogik:
- Eindeutiger Treffer: die gefundene
VendorNowird übernommen. - Mehrdeutiger Treffer: es erfolgt keine automatische Auswahl.
- Kein gültiger Treffer: der Fall bleibt offen für den nächsten Schritt.
| Ergebnis Vendor Lookup | Systemverhalten | Wirkung im weiteren Ablauf |
|---|---|---|
| Eindeutig gefunden | VendorNo wird gesetzt | Basis für Prüfung und ERP-Anlage ist stabil |
| Mehrdeutig | keine automatische Zuordnung | Fall bleibt zur fachlichen Klärung markiert |
| Nicht gefunden / ungültig | optional Fallback-Kreditor | Verarbeitung kann fortgesetzt werden |
Fallback-Kreditor
Wenn kein gültiger oder eindeutiger Lieferant aufgelöst werden kann, kann ein konfigurierter Fallback-Kreditor gesetzt werden.
Damit bleibt der Beleg technisch verarbeitbar, auch wenn die finale fachliche Zuordnung noch offen ist.
Positions-Matching
Nach dem Lieferantenabgleich werden die Rechnungspositionen angereichert.
Für Positionen ohne Artikelnummer läuft der Abgleich in fester Reihenfolge:
- zuerst gegen Artikellieferanten,
- danach gegen Positionen relevanter Eingangsbelege aus den letzten 400 Tagen.
Bei Treffer werden folgende Felder ergänzt:
- Artikelnummer (
fldArtNr), - Kostenstelle (
fldKstNr).
Ohne Treffer bleibt die Position erhalten; sie wird nur mit Restunsicherheit weitergegeben.